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Milchleistungsprüfung bei Milchziegen

Schema

Aus: Herold, P., 2020: Ziegenzucht im eigenen Betrieb. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart.

Um an der Milchleistungsprüfung, welche für Milchziegenrassen vorgeschrieben ist, teilnehmen zu können ist die Mitgliedschaft in einem Leistungskontrollverband notwendig. Diese wird ungefähr einmal monatlich durchgeführt.

Die Milchleistungsprüfung findet auf den einzelnen Betrieben statt. Daher spricht man hier von einer Feldprüfung (Umweltbedingungen unter den Tieren der verschiedenen Betriebe sind sehr unterschiedlich, Unterschiede bei den Bedingungen innerhalb eines Betriebes zwischen Prüfterminen).

In dem Kontrolljahr für Milchziegen (1. Januar bis 31. Dezember) gibt es elf Kontrolltage. Im Rahmen der ICAR- Richtlinien müssen alle milchgebenden Ziegen eines Betriebes geprüft werden. Die ICAR- Regularien geben dem Milchziegenhalter zwei Methoden der Milchleistungsprüfung zur Auswahl (A- und B- Methode).

Während bei der A- Methode die Proben von einem LKV- Mitarbeiter genommen werden, wird die Probenentnahme bei der B-Methode vom Betriebspersonal durchgeführt. Die Milchprobe wird bei beiden Methoden jeweils bei einem Abend- und dem darauffolgenden Morgengemelk entnommen. Dies wird in vierwöchigem Abstand wiederholt. Die A4- Methode (Probenentnahme durch LKV- Mitarbeiter in vierwöchigem Abstand) ist hier die Standardmethode. Außerdem gibt es noch die AT- und BT- Methode. Hier werden Gemelksmenge und Melkzeit aus nur einer Melkzeit erfasst. Zwischen den Probenterminen wechselt die Tageszeit.

4-15 Tage nach Beginn des Melkens sollte die erste Milchprobe genommen werden. Spätestens aber 52 Tage nach Geburt der Kitze. Die Standardlaktationsdauer einer Ziege beträgt 240 Tage. Um eine Laktationsleistung abzuschließen muss sie also acht Monate lang gemolken werden. Um die Leistungen der Tiere vergleichbar zu machen wird für jede Ziege, auch für die die länger gemolken wurden, die Standardlaktation berechnet.

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