Mil-KI: OPG-Treffen in Nellingen
Am 31. März 2026 fand das dritte OPG-Treffen des EIP-Projektes Mil-KI in Nellingen statt. Vormittags wurde der aktuelle Projektstand besprochen. Im Mittelpunkt stand dabei der Einsatz von KI. Bei einem Workshop wurden neue Nutzungsmöglichkeiten erarbeitet. Nachmittags wurde der Fleckvieh- und Wagyu-Zuchtbetrieb Knehr GbR besichtigt.
Ziel des EIP-Projektes Mil-KI ist es, die Züchter der drei wichtigsten Milch- und Zweinutzungsrassen in Baden-Württemberg (Fleckvieh, Holstein, Brown Swiss) in ihrer Arbeit zu unterstützen. Insbesondere in Betrieben mit automatischen Melksystemen fallen täglich große Datenmengen an, die Rückschlüsse auf die Tiergesundheit zulassen. Neben tierindividuellen Daten (z.B. Milchleistung, Gewicht) und Beobachtungen der Landwirte sind auch Stallklimadaten von Bedeutung. Landwirte berichten, dass die manuelle Auswertung und Verknüpfung der Daten arbeits- und zeitintensiv ist. Im Rahmen des Projektes soll KI eingesetzt werden, um die Vielzahl der Daten effizient und im Sinne der Nachhaltigkeit der Betriebe (Berücksichtigung von Tierwohl, Ressourcenschonung, Wirtschaftlichkeit) zu nutzen.
Landwirte sollen u.a. bei Verkaufs- und Anpaarungsentscheidungen sowie bei der Krankheitsprophylaxe unterstützt werden. Zur praktischen Umsetzung soll das entwickelte KI-Tool in den LKV-Herdenmanager integriert werden. Mil-KI wird koordiniert vom Förderverein Bioökonomieforschung e.V. und der Rinderunion Baden-Württemberg (Lead Partner). Das Team Tierzucht vom LGL ist als beratender Partner im Projekt mit dabei. Die Projektlaufzeit ist von Februar 2025 bis Januar 2028.
Das Projekt Mil-KI wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit der Landwirtschaft“ (EIP-AGRI) unterstützt. Das Projekt wird finanziert mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg.
